betablocker 2003

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TRAILER BETABLOCKER

Gedichte und Texte über Obdachlose

Spiel und Lesung von Elisabetta Dal Dosso mit drei Darstellern

Das Leben wird immer härter. Immer mehr Menschen fallen durch das gesellschaftliche Raster. Mittlerweile sind in Berlin um die 15% der Menschen von Armut betroffen oder bedroht. Hinter der Arbeitslosenstatistik, den Sozialhilfebiografien und der wachsenden ökonomischen Armut und sozialen Ausgrenzung verbergen sich vielfältige und unterschiedlichste persönliche Erfahrungen.

In Betablocker werden fünf beispielhafte Geschichten episodenhaft miteinander verbunden. Das bedarf keiner weiteren szenischen Dramatisierung. Betablocker basiert auf authentischen Biografien, Berichten und Gedichten von Betroffenen. Armut ist nicht schön, kein Geld zu haben für viele eine Schande: Betroffene verbergen bzw. verdrängen oft, dass das Geld nicht reicht.

„Drei Tage vor der Zwangsversteigerung habe ich meine Tasche gepackt und zu meiner Frau gesagt: Auf Wiedersehen!“ , so Otto über den Beginn seiner Obdachlosenkarriere, der auf der Bühne von Heinz Kreitzen dargestellt wird. Heinz war selbst obdachlos und steht sonst bei den Ratten07 auf der Bühne. Ebenfalls mit von der Partie sind Manuel Retzmann und Nada Njiente. Manuel ist als Charaktergesicht von einigen Fernsehserien bekannt. Nada ist durch ihre erotischen Liederabende ein Begriff in Berlin.

Aufführungen im RAW-Tempel, Berlin-Friedrichshain und im Roten Salon, Volksbühne Berlin 2003.

elisabetta dal dosso: text dramaturgie regie

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8 Gedanken zu “betablocker 2003

  1. Nach 2003 habe ich „beta-blocker“ ein zweites Mal gesehen
    und es hat sich gelohnt Geschichten die berühren und nachdenklich machen, tolle Schauspieler und eine einfühlsame Inszenierung
    Zudem ein mutiges und engagiertes Stück, welches Menschen mit biographischen Brüchen, am Rand der Gesellschaft, auf der Bühne ein Forum gibt.

  2. Renate Schilp:
    Ich habe Betablocker 2003 gesehen und erinnere mich an mutiges und engagiertes Theater, welches das das Publikum einlädt, einen Blick auf den Rand der Gesellschaft zu werfen. Ein Blick/eine Auseinandersetzung die sich wegen der klug ausgewählten und sehr einfühlsam inszenierten Geschichten lohnt.

    Hervorzuheben bleibt ebenso, der ambitionierte und mutige Ansatz, auch Betroffene selbst, als Akteure mit einzubeziehen, ihnen Raum zu geben und eine sowohl authentische, als auch berührende Darstellung zu erzeugen.

    Eine Neubearbeitung, der nach wie für brisanten/aktuellen Geschichten, wäre schön und ich wünsche allen Beteiligten vom Traumtheaterteam dafür viel Glück und viel Erfolg.

  3. Dieses Thema müßte permanent auf den Spielplänen stehen, falls es noch ein soziales Bewußtsein gibt: täglich wird es schwieriger, die auf den Straßen offenbarte Not einigermaßen zivil zu ignorieren.
    Wir brauchen keine exaltierten Interpretationen der „Klassiker“; sondern sozialkritischen Realismus, wenn Theater heute noch etwas bewegen soll.

  4. Das Spannende an der Berliner Theaterscene sind genau diese Art von Aufführungen Inszenierungen dieser Art – mit Freude, Engagement und Leidenschaft sich einem Thema zu widmen die andere nicht anpacken und vor allem mit Leuten die wissen wovon sie spielen. Hoffentlich kann das Stück wieder aufgeführt werden – „normales und etabliertes“ Theater hat jede Stadt, aber Berlin hat eben auch diese Art von Theater – schön so und weiter so.

  5. ich würde gerne dieses Theaterstueck noch ein Mal sehen. es war berührend , poetisch, realitätnah. sehr schön!

  6. Gerade heute wo die meisten Menschen gegenüber dieses Thema weg schauen, wäre es schön noch mal dieses Theaterstück zu darstellen , vor allem um die betroffenen besser zu verstehen

  7. Ich fände es toll, wenn das Stück nochmals aufgeführt werden könnte. Das Thema ist heute ja so aktuell wie damals und wird in dieser Aufführung durch die Darsteller sehr realitätsnah aber eben auch dramatisch-unterhaltsam präsentiert.

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